Über mich

Carine Dessemontet

Ein leeres Blatt Papier, ein Stift und das Alphabet: Das Schreiben ist seit meiner Schulzeit meine Leidenschaft. Eine geheimnisvolle, nie versiegende Quelle von Bildern und Buchstaben, die danach streben, Wort zu werden und sich zu einem Ganzen zu fügen.

Wie ich zum Schreiben gekommen bin? Das bleibt selbst für mich ein Rätsel. Ich liebe Bücher und bin eine ausgesprochene Leseratte. Die Quartierbibliothek war als Kind mein zweites Zuhause und bis heute bin ich meinen Eltern und der Bibliothekarin dankbar, dass mein Bücherhunger erkannt und gefördert wurde. Dies genügte mir irgendwann nicht mehr. Ich wollte selber was aufs Papier bringen. Schulgedichte, kurze Geschichten, kreative Texte machten den Anfang.

Doch sind Liebesromane mit Heldinnen, die über ihre Schatten springen meine Lieblingslektüre. Und so habe ich selber in die Tastatur gegriffen und es gewagt. Ich lade Euch dazu ein, kurz innezuhalten und euch zu fragen: Wer bin ich? Was will ich vom Leben? Ich möchte auf unterhaltsame Art Mut machen, zeigen, dass ihr euer Leben selbst in die Hand nehmen dürft. Und wenn meine Geschichten in Euch eine Saite anschlagen, dann ist mein Wunsch als Autorin erfüllt.

Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Leider weiß niemand, welche das sind.

W. Somerset Maugham

Wie ich zum Schreiben kam

Ich habe über die erste Idee, Protagonisten und Antagonisten und über Konflikte geschrieben. Aber wie bin ich denn zum Schreiben gekommen? Gute Frage! Andere brennen

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Blog

Übers Schreiben

Wie alt dieser Traum ist. Und bestimmt schlummert er auch in der einen oder anderen unter euch. Einige haben es getan, andere warten immer noch auf Eingebung.
Ein ganzes Buch? So mit richtig vielen Seiten? Gar mit einem Verleger? Ein ungeheuerlicher Gedanke. Eine Herkules-Aufgabe, werdet ihr denken. Habe ich auch. Deshalb die zahllosen Schlenker, Ausweichmanöver und guten Alibis. Keine Zeit natürlich. Das fehlende Handwerk. Und: keine zündende Idee. Denn, ehrlich gesagt: Bin ich J. K. Rowling? Eher nicht.

Eines darf ich verraten: Die Umwege haben mich Jahre gekostet. Sinnvolle Lehrjahre. Während der Traum vom eigenen Buch weiter auf seine Erfüllung wartete, setzte ich mich ans Hand-Werk. Grammatik und Rechtschreibung, Bildbeschreibungen und kurze Geschichten. Kreative Schreibzirkel, ja ein kurzer erfolgloser Abstecher in Richtung Journalismus. Der erste Blog, als Aufwärmphase sozusagen. Aber immer noch kein Roman. Bis ich vor zehn Jahren auf eine unbedeutende kleine Nachricht in den 20 Minuten stiess. Der Funke sprang über. Ich setzte mich an mein Notebook und schrieb. Neun Monate lang. Jeden Abend, jeden Tag. Frei von der Leber weg.
Das Resultat. Die erste von gefühlten 100’000 Versionen. Es ist zum Verzweifeln, selbst mit kompetenter Unterstützung. Eine unendliche Geschichte. Aber auch eine Reise in das, was mich als Autorin ausmacht.

In diesen Blogbeiträgen, möchte ich euch einen einmaligen Einblick in meinen Autorinnen-Alltag geben. Ich möchte euch den Mut geben, euch selbst auch auf diese Reise zu begeben. Mit eurem eigenen Buch. Von euch erdacht, erlebt, geschrieben. Erschaffen.
Ans Werk!

Sag mir nicht, dass der Mond scheint; zeige mir das funkelnde Licht auf zerbrochenem Glas.

Anton Tschechow

Bücher

Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

Noch habe ich es nicht aufgeschlagen. Ich bin 15 Jahre alt und sitze auf dem Liegestuhl unter dem Holunderbaum, das Buch in meinem Schoss. Über meinem Kopf summen Bienen und zu meinen Füssen hüpft eine Amsel durch das Gras. Ich lege den Kopf zurück und schaue zum frühlingsblauen Himmel hoch. Wie ein Blitz jagt eine Schwalbe vorbei und ist verschwunden.
Noch zögere ich den Moment hinaus, da ich den Deckel aufschlagen und die erste Seite umblättern werde. Mein Geist steht am Gartentor und sammelt sich. Ich befühle den Einband, betrachte das Bild des Mädchens mit dem roten Haar, das ein Pferd am Halfter führt.
Bald werde ich mich mit dem Mädchen und ihrer Geschichte verbinden und diese mit meiner Fantasie beflügeln. Seite für Seite wird sich der Garten mit seinen Düften, Farben, seinem Licht und seinen Schatten vor meinen Augen entfalten und mir seine Geheimnisse preisgeben.
Ich halte es nicht mehr aus. Meine Finger greifen nach dem Deckel, der ersten Seite, mein Blick senkt sich. Mein Geist stösst das Gartentor auf und tritt ein. Um mich versinkt die Welt und übrig bleibt ein Garten, den man in der Tasche trägt.